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Stuttgart 21

Letzte Gleise im neuen Stuttgarter Tiefbahnhof sind verlegt

Die Deutsche Bahn hat bei ihrem Neubauprojekt Stuttgart 21 einen weiteren Meilenstein erreicht. Am Dienstag wurden die letzten Gleise im neuen Tiefbahnhof zusammengeschweißt und damit die letzte Lücke zwischen Stuttgart-Feuerbach und Wendlingen geschlossen.

Letzter Schliff für die Gleise im Stuttgarter Tiefbahnhof. Nach dem Verschweißen werden Laufflächen für die Radreifen der Züge glatt geschliffen.

Jürgen Schmidt)

Stuttgart. Olaf Drescher vergleicht das Bahnprojekt Stuttgart-Ulm, wie Stuttgart 21 offiziell heißt, mit einem Langstreckenlauf. „Wir sind auf die Zielgeraden eingebogen“, kommentierte der Chef der Bahnprojektgesellschaft den Lückenschluss bei den Gleisen im neuen Tiefbahnhof. Die „90-Grad-Drehung“ des Stuttgarter Hauptbahnhofs sei damit quasi abgeschlossen.

Ab sofort könnten theoretisch Züge auf der Neubaustrecke von Stuttgart-Feuerbach nach Wendlingen fahren, „allerdings noch ohne Strom“, wie Drescher einräumte. Alle Oberleitungen sollen bis Mitte des Jahres installiert sein.

90 Prozent aller Gleise sind verlegt

Und für das gesamte Projekt fehlen auch noch einige Gleise. Man sei bei 90 Prozent, sagte der S-21-Chef. Verlegt werden müssten noch Gleise für die Anbindung des Flughafenbahnhofs und im Abstellbahnhof Untertürkheim.

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Am Dienstag wurden die letzten Nahtstellen der rund 120 Meter langen Gleisabschnitte verschweißt. In der rund 400 Meter langen Bahnhofshalle geschieht das per Hand. Bei acht Gleisen mit je zwei Stahlsträngen sind das zwischen 400 und 500 Schweißnähte. Auf freier Strecke werden für die Verbindung der Schienen Maschinen eingesetzt, die das Schweißen und Abschleifen weitgehend automatisiert erledigen.

Deutsch Bahn hält am Zeitplan fest

Am zuletzt festgelegten Zeitplan für die Inbetriebnahme der gesamten Strecke zwischen Feuerbach und Wendlingen wird die Deutsche Bahn nach Aussage Dreschers festhalten. Danach soll der Tiefbahnhof mit dem Fahrplanwechsel im Dezember 2026 eingeweiht werden. Danach solle der Bahnbetrieb ohne große Beeinträchtigungen und mit spürbaren Verbesserungen in der Region laufen.

Während des Probebetriebs müssen sich die Bahnkunden aber noch auf Einschränkungen, wie Streckensperrungen, einstellen, kündigte Drescher an. Der Probebetrieb soll Ende dieses Jahres starten. Erproben muss die Deutsche Bahn nicht nur die neue Strecke und den neuen Bahnhof, sondern auch das digitale Zug-Steuerungs- und Sicherungsssystem ETCS (European Train Control System ). Drescher geht davon aus, dass es bis Ende nächsten Jahres funktioniert, auch wenn es mit der Einführung zuletzt immer wieder Probleme gegeben hatte. Zudem müssten die neuen Züge auf das System angepasst und das Personal geschult werden. 

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