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Nachhaltigkeit im Betrieb

Das Firmengelände wird zum Biotop

Ein Freiburger Fachhändler Baubedarf ist Vorreiter für naturnahe Gestaltung der eigenen Betriebsflächen. Die Firma Koch wurde unter anderem dafür mit dem Klimaschutzpreis der Stadt Freiburg ausgezeichnet.

Azubis der Firma sind in die ökologischen Projekte einbezogen und legen selbst Biotope an.

Koch Freiburg GmbH)

Freiburg. Gewerbe- und Industriegebiete müssen nicht versiegelte, trostlose Flächen aus Beton und Asphalt sein. Die Firma Koch im Freiburger Gewerbegebiet Hochdorf, ein seit 1963 bestehender Fachhändler, Projektberater und Dienstleister für das bau- und handwerksnahe Gewerbe mit rund 130 Beschäftigten, zeigt beispielhaft, dass es auch anders geht. Auch dafür wurde der Betrieb jüngst mit dem Klimaschutzpreis der Stadt Freiburg a usgezeichnet.

Der Betrieb liegt am Rand des Mooswalds, direkt an einem Naturschutzgebiet, und nutzt seine Lage, um Natur aktiv mitzugestalten. Die Firma betrachtet das Grundstück ganz bewusst als Lebensraum für viele Tier- und Pflanzenarten.

Unversiegelte Parkplätze und Wildbienenhotel

Auf dem Betriebsgelände versickert Regenwasser auf unversiegelten Parkplätzen, statt in der Kanalisation zu verschwinden. Die warme, trockene Zufahrt bietet ein ideales Mikroklima – etwa für Eidechsen, für die sogar ein spezieller Rückzugsort geschaffen wurde.

Und auch an die Insekten wurde gedacht: Ein großes Bienenhotel dient Wildbienen als Nist- und Überwinterungshilfe. Statt exotischen Pflanzen wachsen heute heimische, bienenfreundliche Stauden, ausgewählt nach Empfehlungen des Naturschutzbunds Deutschlands, damit sich Schmetterlinge und andere Bestäuber wohlfühlen.

Was hier auf kleiner Fläche passiert, hat große Wirkung. Denn viele Tiere sind auf ganz bestimmte Pflanzenarten angewiesen – und die verschwinden zunehmend aus Siedlungsräumen. Wenn Unternehmen also heimische Gewächse pflanzen, stärken sie so das gesamte Ökosystem.

Höhere Aufenthaltsqualität für Belegschaft und Kunden

Bei Koch packen sogar die Auszubildenden mit an: Sie planen, pflanzen, bauen und lernen nebenbei, was Artenvielfalt bedeutet. Ein lebendiger Beitrag zur Nachhaltigkeit und zur Ausbildung.

Unternehmen haben vielfältige Möglichkeiten, ihr Gelände naturnah zu gestalten: begrünte Dächer, Nistkästen, Staudenbeete, Regenwasserversickerung oder Blühstreifen entlang der Zufahrt. Vieles lässt sich mit überschaubarem Aufwand umsetzen.

Solche Maßnahmen haben gleich mehrere positive Effekte: außer mehr Biodiversität auch bessere Aufenthaltsqualität für Mitarbeiter und Kunden sowie ein Plus fürs Unternehmensimage. Infos und Tipps gibt es bei Kammern, Umweltverbänden, oft auch bei den Kommunen und bei diversen einschlägigen Initiativen und Netzwerken wie etwa „Unternehmen Biologische Vielfalt“.

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