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Koalitionsverhandlungen

Kretschmann warnt Schwarz-Rot vor energiepolitischen Plänen

Bei den Koalitionsverhandlungen in Berlin ist noch kein Ende in Sicht. Pläne zur Energiepolitik treiben Ministerpräsident Kretschmann Sorgenfalten auf die Stirn.

Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) kritisiert die energiepolitischen Pläne von Schwarz-Rot in den Koalitionsverhandlungen.

dpa/Bernd Weißbrod)

Stuttgart. Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) hat einige energiepolitische Ideen der Unterhändler von Union und SPD heftig zurückgewiesen. „Wenn Schwarz-Rot das Referenzertragsmodell bei der Windkraft abschaffen würde, wäre das ein brutaler Schlag für die Windkraft in Baden-Württemberg“, sagte er in Stuttgart. Man sei gut vorangekommen mit der Planungsarbeit beim Windkraftausbau, den Aufschwung dürfe der Bund nun nicht zerstören.

Beim sogenannten Referenzertragsmodell geht es um die Verteilung von Fördergeldern für Windkraftanlagen – es sorgt dafür, dass Anlagen an weniger windstarken Standorten wirtschaftlich betrieben werden können, indem sie höhere Vergütungen erhalten als Anlagen an sehr windreichen Standorten.

Strompreiszonen als Kriegserklärung

Kretschmann kritisierte auch die Idee, unterschiedliche Strompreiszonen zu etablieren in Deutschland. „Das könnte ich nur als Kriegserklärung an den Süden betrachten.“ Bayern und Baden-Württemberg, aber auch Hessen und Nordrhein-Westfalen würden sich dann zu wehren wissen. Die SPD will Medienberichten zufolge prüfen, ob man das Land in mehrere Strompreiszonen aufteilen könnte. Mögliche Folge: In Regionen mit hoher erneuerbarer Energieerzeugung wie in Norddeutschland könnten die Preise sinken, während in Regionen mit hohem Verbrauch wie im Süden die Preise steigen könnten.

Kretschmann betonte zudem, dass die Gaskraftwerke, die man für den energiepolitischen Übergang brauche, kompatibel mit Wasserstoff sein müssten. (dpa/lsw)

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