Politischer Aschermittwoch

Damm- und Wortbruch, Wurzelbehandlung

Der politische Aschermittwoch sieht bei der FDP, der AfD und der Linken jeweils völlig anders aus. Doch eine Gemeinsamkeit bleibt: Aus der Opposition heraus kann man besser keilen, weshalb alle drei Veranstaltungen recht unterhaltsam sind.

FDP-Landes- und Fraktionschef Hans-Ulrich Rülke.

IMAGO/Political-Moments)

Stuttgart. Die FDP lässt sich die Laune durch die Wahlniederlage nicht verderben. Jedenfalls nicht beim politischen Aschermittwoch. Wie immer kämpferisch zeigte sich in Karlsruhe Landes- und Fraktionschef Hans-Ulrich Rülke. „Kaum ist die FDP weg, brechen in Berlin alle Schuldendämme“, rief er den 120 Gästen zu. Außerdem setzte er einen landespolitischen Akzent: „Unser Ehrgeiz in Baden-Württemberg wird es sein, das Volksbegehren zur Verkleinerung des Landtags zum Erfolg zu führen.“

Etwa doppelt so viele kamen in Baden-Baden zusammen, wo sich die AfD traf, und in Stuttgart, wo die Linke zusammenkam. AfD-Ko-Landeschef Markus Frohnmaier zieh Friedrich Merz der Lüge: Vor der Wahl habe er versprochen, die Schuldenbremse strikt einzuhalten und die illegale Migration zu stoppen. „Doch kaum ist die Wahl vorbei, bricht er sein Wort.“ Luigi Pantisano, der für die Linke in den Bundestag einzieht, sagte: „Die Linke ist die einzige Partei, die bereit ist, die Wurzel des Problems anzugehen. Unsere Herausforderung ist, die Linke in die Lage zu versetzen, tatsächlich etwas zu ändern. Und das werden wir in den nächsten Jahren angehen.“

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AfD-Ko-Landeschef Markus Frohnmaier. Foto: Frank Hoermann / SVEN SIMON

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