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Bundestagswahl 2025

Friedrich Merz spricht in Singen von einer Richtungswahl 

Der groß angekündigte Protest in Singen fällt kleiner aus als erwartet, große Worte in der Stadthalle gibt es aber reichlich: Friedrich Merz gibt sich beim Wahlkampf in Baden-Württemberg staatstragend. Am Donnerstag ist er in Mannheim. 

Friedrich Merz war am Mittwoch in der Stadthalle in Singen.

Isabelle Arndt)

Singen. Der groß angekündigte Protest in Singen fällt kleiner aus als erwartet, große Worte gibt es in der Stadthalle aber reichlich: Friedrich Merz gibt sich bei seinem Wahlkampf-Auftritt in Baden-Württemberg staatstragend. Nachdem Bundestagsabgeordnete die erste halbe Stunde mit wegweisenden Worten gefüllt haben, gehört die Bühne eine Stunde lang dem CDU-Spitzenkandidaten. Er spricht von einer Richtungswahl, Weichenstellung – und von all den Fehlern, die andere Parteien in der Vergangenheit gemacht hätten. „Wir werden manches korrigieren müssen.“

Dass die CDU in der Woche zuvor einen Fehler gemacht haben könnte, indem die viel diskutierte Brandmauer zur AfD mindestens gebröckelt hat, sieht er nicht so. Stattdessen plädiert er für „mal ein bisschen runter mit der Temperatur“ in der aufgeheizten Migrationsdebatte. Er sei nicht bereit, eigene Anträge nicht zur Abstimmung zu stellen, weil Sozialdemokraten und Grüne nicht zustimmen würden.

„Wir müssen mehr Kontrolle darüber haben, wer in unser Land kommt“

Seine Forderung bleibt: „Wir müssen mehr Kontrolle darüber haben, wer in unser Land kommt.“ Denn wenn man das nicht hinbekomme, werde die AfD immer stärker. Und von der will Merz sich abgrenzen: „Wir werden mit dieser Partei nicht zusammenarbeiten!“ Dafür gibt es Szenenapplaus, die vom Wahlkampfteam ausgelegten Plakate werden geschwenkt.

Doch es gibt auch andere Feindbilder: Von einer Vier-Tage-Woche hält Merz offenkundig ebenso wenig wie von Homeoffice, Verbrenner-Aus oder festen Plastikdeckeln bei PET-Flaschen. Nur ein Thema plage ihn noch mehr: Weniger Bürokratie sei für ihn persönlich auf Nummer eins der Tagesordnung. „Wir müssen jetzt bei den großen Themen große Schritte gemeinsam nach vorne machen.“ Das kommt gut an: Die Stadthalle ist mit zahlreichen Ehrengästen wie Manuel Hagel, Volker Kauder oder Hans-Peter Repnik voll, der Applaus laut. (isa)

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