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Studie

Öffentlicher Dienst bietet durchschnittlich die höchste Ausbildungsvergütung

Der öffentliche Dienst vergütet seine Auszubildenden im Vergleich zu Berufen in der freien Wirtschaft durchschnittlich immer noch am besten. Das geht aus einer Auswertung des Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB) in Bonn hervor.

Justizfachangestellten, die in den Ländern ausgebildet werden, fielen bei der Vergütungserhöhung laut einer Auswertung des Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB) im Vergleich zu den anderen Berufen etwas zurück.

IMAGO/blickwinkel)

Bonn. Demnach lag die durchschnittliche Ausbildungsvergütung in der öffentlichen Verwaltung im vergangenen Jahr bei 1234 Euro gefolgt von hauswirtschaftlichen Berufen (1195 Euro) und der Industrie und dem Handel (1181 Euro). Der Bundesdurchschnitt liegt bei 1133 Euro, im Handwerk beträgt die durchschnittliche Vergütung 1046 Euro.

Institut: Der höchste Anstieg seit dem Jahr 1992

Insgesamt verzeichneten die tariflichen Ausbildungsvergütungen 2024 einen Anstieg von 6,3 Prozent. „Dies ist der höchste Anstieg seit 1992, dem Jahr, in dem erstmals für das gesamte Bundesgebiet Daten erhoben wurden“, heißt es weiter. Ein etwa gleich hoher Anstieg wie 2024 wurde nur im Jahr 1993 mit 6,2 Prozent ermittelt.

In den letzten zehn Jahren lagen die Steigerungsraten zwischen 2,5 Prozent und 4,2 Prozent (2022), wobei lediglich 2022 die Vier-Prozent-Marke überschritten wurde. In drei der vergangenen zehn Jahre lag der Anstieg unterhalb von drei Prozent.

Im Ausbildungsbereich des öffentlichen Dienstes unterscheiden sich die tariflichen Ausbildungsvergütungen üblicherweise zwischen den einzelnen Ausbildungsberufen nur wenig. 2024 sind jedoch größere Unterschiede erkennbar. Hier finden vor allem die zwei Tarifverträge für die Länder sowie für den Bund und die Kommunen Anwendung.

Im Frühjahr gab es bei Bund und Kommunen eine kräftige Vergütungserhöhung, während eine entsprechende Anpassung der Vergütungen in den Ländern zum Stichtag 1. Oktober 2024 noch ausstand und erst für den 1. November 2024 vereinbart war.

Unterschiedliche Verteilung auf Bund und Länder

Daher fielen etwa die Justizfachangestellten, die in den Ländern ausgebildet werden, im Vergleich zu den anderen etwas zurück, heißt es weiter. Die weiteren Abstufungen zwischen den Berufen ergeben sich aufgrund der unterschiedlichen Verteilung der Auszubildenden auf Bund, Länder und Kommunen.

Höhere Vergütungsanstiege von zehn Prozent und mehr hatten daher Berufe, die vor allem in den Kommunen und im Bund ausgebildet werden, so etwa Fachangestellte für Bäderbetriebe, Verwaltungsfachangestellte und Fachkräfte für Abwassertechnik. Die höchsten Ausbildungsvergütungen erhielten 2024 Auszubildende als Fachangestellte für Arbeitsmarktdienstleistungen.

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