Themen des Artikels

Um Themen abonnieren und Artikel speichern zu können, benötigen Sie ein Staatsanzeiger-Abonnement.Meine Account-Präferenzen

Tarifbindung 

Der DGB fordert einen Aktionsplan von der Landesregierung 

Tarifverträge sichern Arbeitnehmerrechte. Sie gelten aber nicht überall. Der DGB will die Politik in die Pflicht nehmen. Was will der Dachverband der Gewerkschaften genau?

Der Landeschef des DGB, Kai Burmeister, sieht den Ministerpräsidenten in den Pflicht, dass mehr Beschäftigte durch Tarifverträge geschützt werden.

DGB/ Anna Sieger)

Stuttgart. Der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) fordert von der grün-schwarzen Landesregierung einen Aktionsplan für mehr Tarifbindung. Landeschef Kai Burmeister sagte kürzlich in Stuttgart, man sehe Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) gemeinsam mit Arbeitsministerin Nicole Hofmeister-Kraut (CDU) in der Verantwortung, damit wieder mehr Beschäftigte durch Tarifverträge geschützt seien.

Wichtig sei die Vergabe öffentliche Aufträge ausschließlich an tarifgebundene Unternehmen. Auch darüber hinaus könne sich die Landespolitik für gute Arbeit einsetzen, in den Schulen gehöre die Aufklärung über Sozialpartnerschaft auf den Stundenplan.

Tarifgebundene Unternehmen sollen mehr Landesmittel erhalten

So sollen nach den Vorstellungen des DGB unter anderem Unternehmen, die tarifgebunden sind und eine öffentliche Förderung aus Landesmitteln erhalten, eine höhere Förderung bekommen als nicht tarifgebundene Betriebe. Außerdem soll in den landeseigenen und kommunalen Betrieben durch die öffentlichen Arbeitgeber sichergestellt werden, dass sich die Tarifbindung mindestens auf dem Niveau des öffentlichen Dienstes befindet. Zudem sollten ausgelagerte Bereiche wiedereingegliedert werden.

Tarifverträge gelten längst nicht für alle Arbeitnehmer in Deutschland. Nach jüngsten Daten des Statistischen Bundesamts waren 2023 nur knapp die Hälfte (49 Prozent) der Beschäftigten in einem tarifgebundenen Betrieb tätig. Die Tarifbindung ist nach DGB-Angaben von Branche zu Branche unterschiedlich. Einen hohen Anteil gebe es mit 85 Prozent der Energiewirtschaft und im Handel hingegen betrage der Anteil lediglich 29 Prozent.

Nutzen Sie die Vorteile unseres

Premium-Abos. Lesen Sie alle Artikel aus Print und Online für

0 € 4 Wochen / danach 189 € jährlich Nachrichten aus Wirtschaft, Politik und Verwaltung in Baden-Württemberg Jetzt abonnieren

Lesen Sie auch